Am 20. März 2026 wurde es auf dem Arloh still – und zugleich lebendig wie lange nicht. Denn mit Wulf Beeck, von allen nur „Buddy“ genannt, sprach ein echtes Urgestein der Fliegerei über die Anfänge in unserer Heimat.
Mit leuchtenden Augen und spürbarer Leidenschaft nahm Buddy seine Zuhörer mit auf eine Reise zurück in eine Zeit, in der Fliegen noch ein Wagnis war. Vor rund 116 Jahren hob der Pilot Schlüter mit seinem Doppeldecker auf der Scheuer Heide zu einem Schaufliegen ab – ein Moment, der die Menschen damals staunen ließ und den Grundstein für die Fliegerei in Scheuen legte.
Es folgten die Jahre der Marinenflieger im Ersten Weltkrieg, die das Bild der Luftfahrt in der Region prägten. Doch besonders bewegend war der Blick auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg: Aus einfachsten Mitteln, mit Mut, Begeisterung und unbändigem Willen entstand Neues. Modellflug und Segelflug wurden zum Symbol eines Neuanfangs – getragen von Menschen, die das Fliegen nie aufgegeben hatten.
Ein besonderer Gänsehautmoment war die Erinnerung an den September 1954: Der erste Motorflugstart auf dem Arloh. Ein Pilot namens Bob landete mit einer Cessna aus der Schweiz – ein unscheinbarer Augenblick vielleicht, und doch der Beginn einer neuen Ära. Im Mai 1955 wurde die Fliegerei schließlich offiziell wieder aufgenommen.
Buddy Beeck erzählte nicht nur Geschichte – er ließ sie spürbar werden. Seine Worte waren geprägt von eigenen Erlebnissen, von Respekt vor den Pionieren und von tiefer Verbundenheit zur Fliegerei.
Am Ende blieb mehr als nur Wissen: Es war ein Gefühl von Dankbarkeit und Staunen. Dankbarkeit für Menschen wie ihn, die diese Geschichte bewahren und weitergeben.
Wir sagen von Herzen Danke, lieber Buddy – und wünschen dir noch viele gesunde Jahre, in denen du uns mit deinen Erinnerungen bereichern kannst.





